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Herbstlager "Jurtengaudi"

vom 5. - 11. Oktober 2014 in Luthern Bad LU

 
 

Bilder

 

Bericht

 
 

 

Sonntag, 5. Oktober 2014

 

Pünktlich um 14.00 Uhr fanden sich alle Kinder in Luzern ein. Voller Erwartung blickten sie einer Woche voller Abenteuer in der Natur entgegen. Bereits im Car wurden erste Freundschaften geknüpft. Bei strahlendem Sonnenschein trafen wir in St. Urban ein und bezogen unser Nachtlager im Stroh.

 

Glücklicherweise hielt das angenehme Sommerwetter bis zum Abendessen bei grillfrischen Wurstwaren, sodass wir den Abend gemütlich im warmen Bauernhaus ausklingen lassen konnten.

 

Montag, 6. Oktober 2014

 

Das Schlafen im Stroh war für alle Kinder ein einmaliges Erlebnis. Noch ein wenig verschlafen assen wir alle gemeinsam ein gutes Frühstück. Anschließend packten wir unsere Sachen und räumten den Heuraum auf. Es folgte ein ausgedehnter Morgenspaziergang, worauf wir das Postauto nach Zell nahmen. In Zell angekommen warteten bereits Ross und Kutsche mit der wir anschliessend weiterfuhren. Definitiv das Highlight des Tages!

 

Unterwegs legten wir einen Halt für das Mittagessen ein und setzten den Weg ins Jurtendorf fort. Hier ging es zuerst in die verschiedenen Jurten, es gab einen Rundgang durch das Jurtengelände und dann hiess es ab unter die Sackdusche. Nach einem ausgiebigen Znacht und einem entspannten Spieleabend fieberten alle der ersten spannenden Nacht in den Jurten entgegen.

 

Dienstag, 7. Oktober 2014

  

Nach der ersten Nacht in der traditionellen Behausung der Mongolen fielen die Reaktionen unterschiedlich aus. Die meisten Kinder konnten sich jedoch rasch an die Platz- und Schlafbedingungen in den Jurten gewöhnen. Ein Erlebnis war es auf jeden Fall für alle, da kaum jemand bereits einmal in einer solchen Umgebung nächtigen konnte.

 

Nach dem Frühstück und den Ämtchen packten alle den Rucksack mit Regen- und Sonnenschutz, einer vollen Wasserflasche sowie dem selbst gemachten Lunch. Danach ging es auf eine in einer Schnitzeljagd verpackten Wanderung. Wir legten den Mittagshalt unterhalb des Napfes ein und teilten unsere Gruppe in zwei auf. Die eine laufstärkere Gruppe stieg noch ganz auf den Napf, die andere machte sich inzwischen direkt auf den Rückweg. Wieder im Jurtendorf war eine Dusche mehr als willkommen und nach den Strapazen des Tages freuten sich alle Kinder auf das Abendessen und die zweite Nacht in den Jurten.

 

Mittwoch, 8. Oktober 2014

 

Nach einer feuchten, regenreichen Nacht mit folglich schlammigem Untergrund erwachte das Jurtendorf wie gewohnt um halb acht Uhr morgens. Nach einem ausgiebigen Frühstück teilten wir uns in drei Gruppen auf. Nico vom Jurtendorf, seines Zeichens Kräuter- und Pflanzenkenner, erklärte uns die spannende und teils überraschende Welt der Flora. Die drei Teams sammelten nach Nicos Vorgaben Kräuter namentlich Disteln, Frauenmäntelchen sowie Brennesseln. Diese Pflanzen verwendeten wir anschließend direkt für unser Mittagessen. Die Disteln und Frauenmäntelchen verwerteten wir zu einem Salat und die Brennesseln zu einem Spinat. Gesund und lecker!

 

An Nachmittag erklommen wir den Wald. Hier bauten die Kinder in selbst gewählten Gruppen eine Kugelbahn aus Waldmaterialien. Alle Bahnen bestanden den Funktionstest beim ersten Anlauf und einwandfrei.

Nach dem Spaghettiplausch versammelten wir uns zu einem Lottoabend in der Mamajurte. Alle Kinder gewannen einen tollen Preis. Der Höhepunkt war die abschließende Schokoladencreme.

 

Donnerstag, 9. Oktober 2014

 

Direkt nach dem Frühstück versammelten wir uns auf den dem großen Platz vor dem Haus. Wir marschierten nach unten ins Dorf Luthern-Bad und spielten auf dem Schulhausplatz zum Aufwärmen ein Schlangen-Zinggis. Danach durften sich die Kinder frei nach ihren Interessen auf drei Plätze verteilen, wo sie entweder Fussball, Kupp oder frei spielen konnten. Ein Heidenspaß für jeden und Gelegenheit sich mal wieder richtig auszutoben. Nach dem Mittagessen mussten wir uns beeilen, damit wir das Postauto nach Zell erreichen konnten. Von da ging es weiter nach Willisau und dann nach Alberswil-Burgrain. Hier durften wir die Bienenerlebnis-Ausstellung im Schweizerischen Agrarmuseum Burgrain besuchen. Dabei lernten wir alle eine Menge über Bienen. Vieles davon wurde auf unterhaltsame und anschauliche Weise vermittelt. Beispielsweise bestand dir die Möglichkeit, verschiedene Honigsorten zu degustieren und zuzuordnen. Am Abend trafen wir uns am Lagerfeuer zu einer Schoggibanane.

 

Freitag, 10. Oktober 2014

  

Für den Freitagmorgen haben wir für einmal ein etwas anderes Programm vorbereitet, welches Fingerfertigkeit und Geschicklichkeit höher gewichtet als Kraft und Ausdauer. Namentlich konnten die Kinder einen Traumfänger, ein Freundschaftsbändeli oder beides basteln. Insbesondere für den Traumfänger war ein umsichtiges und genaues Arbeiten nötig. Am Nachmittag packten die Kinder schon mal so weit wie möglich vor, damit wir am Samstag nicht unter Zeitdruck geraten. Anschließend bereiteten alle den bunten Abend vor. Das heißt, dass die Kinder selbständig den Abend gestaltend durften und dementsprechend auch selbst vorbereiten mussten. Die Darbietungen fielen variantenreich aus und von Theatervorführung über "Herzblatt" war alles zu finden. Ein gelungener Abschlussabend!

 

Samstag, 11. Oktober 2014

 

Heute standen wir eine halbe Stunde früher als sonst auf, damit wir genügend Zeit für das Aufräumen und Putzen haben. Alle packten noch die restlichen Sachen ein, danach gab es das letzte Frühstück im Jurtendorf. Anschliessend teilten wir alle in verschiedene Guppen ein, welche jeweils eine Aufgabe zugewiesen bekam. Durch dieses System konnten wir die Putz- und Aufräumarbeiten rasch und effizient erledigen. Unser Car traf pünktlich ein. Auf der Fahrt nach Luzern merkte man den Kindern an, dass sie eine tolle Woche verbracht haben. Nichtsdestotrotz freuten sich die meisten, wieder nach Hause zu können, die Liebsten wiederzusehen und wieder die Annehmlichkeiten des modernen Lebens wie eine warme Dusche und ein bequemes Bett geniessen zu können. Spätestens beim Abschied in Luzern war eine gewisse Wehmut spürbar, als es hiess, den neu gewonnenen Freunden Tschüss zu sagen. Aber das nächste Lager kommt bestimmt!